Japanische Jodlerin Keiko Ito erzielt Teilerfolg beim Eidg. Jodlerverband

Die japanische Jodlerin Keiko Ito - ausgebildet von der bekannten Komponistin, Dirigentin und Jodellehrerin Marie-Theres von Gunten - durfte dank dem OK erstmals am Eidg. Jodlerfest 2005 in Aarau auftreten, wo ihr Vortrag mit einem "Sehr gut" benotet wurde. Auch bei den nachfolgenden Eidg. Jodlerfesten 2008 in Luzern und 2011 in Interlaken hat sich das jeweilige OK voll einsetzen müssen, dass Keiko auftreten durfte. Auch bei diesen beiden letzten Vorträgen erzielte Keiko wiederum ein "Sehr gut".
Keiko störte sich nun daran, dass sich der Eidg. Jodlerverband auf seine Statuten beruft, die einen Auftritt einer ausländischen Person an einem Eidg. Jodlerfest ausschliesst, und sich hier nicht für eine kleine Öffnung flexibel zeigt und ihr und ihrer Schwester die Einzelmitgliedschaft verweigert. Sie hat daher an die EJV-Präsidentin Karin Niederberger kürzlich ein Video gesandt, wo sie ihren Unmut ausdrückt und wo sie um eine flexiblere Haltung seitens des EJV bittet. Damit hat sie einen ersten Teilerfolg erzielt. Nach letzten Meldungen aus dem EJV-Zentralvorstand wird Keiko am nächsten Eidg. Jodlerfest 2014 in Davos herzlich willkommen geheissen und ihr Vortrag wird wie alle anderen bewertet und in der Klassierungsliste unter der Rubrik "Gäste" aufgeführt. Hingegen stehen der anbegehrten EJV-Einzelmitgliedschaft von Keiko und ihrer Schwester Yuri (noch) die EJV-Statuten entgegen. Das wird erst eine künftige EJV-DV beschliessen können.

Jodeln weltweit

Das schweizerische Kulturgut Jodelgesang, wenn auch meist nicht astrein, sondern oft an die örtliche Kultur angepasst, ist weltweit anzutreffen. Wohl eine der grössten ausländischen Jodlergemeinden ist in Südkorea mit über 200 Aktiven anzutreffen. Daneben gibt es JapanerInnen wie z.B. Keiko Ito, die mit ihrer Schwester Yuri das Jodeln bei der bekannten Komponistin, Dirigentin und Jodellehrerin Marie-Theres von Gunten gelernt hat. Sie hat an den letzten drei Eidg. Jodlerfesten immer ein "Sehr gut" gejodelt.

Ländler & Fahnenschwingen in Südkorea

Gedanken zur Klassierung an einem Jodlerfest und Vorbereitung

Der ehemalige EJV-Zentralpräsident und Juryleiter Matthias Wüthrich hat sich schon nach dem Eidg. Jodlerfest 2005 in Aarau mit seinen Gedanken zur Klassierung der Vorträge geäussert. Kürzlich hat er seine Meinung und seine Gedanken in einem Leserbrief in der SHJ-Zeitschrift nochmals in etwas anderer Form präzisiert. Diese beiden Publikationen dürfen wir hier nach Einholung des Copyrights beim Autor veröffentlichen. Zusätzlich publizieren das Protokoll des Festvorbereitungskurses 2010 für Dirigenten, wo auf die wesentlichen Bewertungskriterien und auf eine erfolgversprechende Vorbereitung eingegangen wird.

Lesen Sie:

Klassierungsstatistik der Eidg. Jodlerfeste 2005, 2008 und 2011

Dank freundlicher Genehmigung des Verfassers der drei Statistiken, unseres NOSJV-Ehrenpräsidenten Ueli Walther, Watt, dürfen wir diese hier veröffentlichen. Diese zeigen eine Fülle von Informationen zu den Klassierungen und interessante Quervergleiche innerhalb der fünf Unterverbände sowie den TeilnehmerInnen aus dem Ausland.
Die Statistik 2005 des Eidg. Jodlerfests in Aarau hat auch die einzelnen Wettlokale hinsichtlich der abgegebenen Klassierungen verglichen. Dieser Vergleich zeigt, dass die Juroren ihrer anspruchsvollen Aufgabe gewachsen waren und ausgewogen und fair bewertet haben.

 

Umfragen als Führungsinstrument am Beispiel Luzern 2008

Das Eidg. Jodlerfest 2008 in Luzern ist vielen noch in Erinnerung. Das Jodlerfest an den Gestaden des Vierwaldstättersees führte zu zwiespältigen Eindrücken bei den JodlerInnen. Auch hier wollte es der damalige NOSJV-Präsident Ueli Walther genauer wissen und startete innerhalb unseres Unterverbandes eine Umfrage. Deren Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Mit diesen Ergebnissen wusste das künftige OK, was bei Jodler und Jodlerinnen ankommt und was weniger oder gar nicht goutiert wird. Das letzte Eidg. Jodlerfest 2011 in Interlaken war jedenfalls unbestritten ein wunderschönes und gehaltvolles Fest.

Das Musikbusiness

Wir Jodler/Sänger und Alphorn-/Büchelspieler musizieren als Hobby und versuchen möglichst unverfälscht unser Kulturgut zu erhalten und zu fördern. Als Laien sind wir daher vom Musik-Business nicht gross berührt, aber auch. Trotzdem ist es hochinteressant, wie dieses sich in der Welt präsentiert. Andy Stamm hat hierzu eine Unmenge von hochspannenden Unterlagen aus dem Internet herausgefiltert und daraus sauber chronologisch ein Gesamtwerk erstellt.

Auf der Website des Verfassers: http://www.murphyslaw.ch/musicbiz

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Gute Musik ist nie rein intellektuell

Will man mit Musik die Menschen berühren, dann muss sie aus dem Herzen kommen. Dieser Artikel ist auch eine Antwort auf den Artikel «Echter Naturjodel muss echt bleiben» von Jürg Röthlisberger in Alpenrosen 2/2012 gedacht. Hier eine  Auslegeordnung. 
Von Timo Allemann

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